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1. Pressekonferenz der Jungen SozialpartnerInnen

Am 27. Juli 2010 gab es in der Wirtschaftskammer Steiermark eine besondere Premiere. Bei der ersten Pressekonferenz der Jungen SozialpartnerInnen präsentierten Junge Wirtschaft, Junge Industrie und Landjugend ihre gemeinsamen Forderungen im Bereich "Pensionen & Generationenvertrag".

Junge SozialpartnerInnen sehen Handlungsbedarf

Vor einem halben Jahr trafen sich die Jungen SozialpartnerInnen, ein Gremium bestehend aus Junger Wirtschaft, Junger Industrie, Gewerkschaftsjugend und Landjugend, erstmals und leiteten einen Diskussionsprozess zum Thema "Pensionen & Generationenvertrag" ein. Studien zeigen, dass junge Menschen zunehmend das Vertrauen in das österreichische Pensionssystem verlieren. Die Jugendorganisationen der SozialpartnerInnen sind sich einig, dass in diesem Bereich Handlungsbedarf besteht, um auch zukünftig ein staatliches Pensionssystem nachhaltig sicherzustellen. Junge Wirtschaft, Junge Industrie und Landjugend präsentierten nun die drei wesentlichsten gemeinsamen Forderungen.


Es geht um Gerechtigkeit und die Zukunft eines langfristig-nachhaltigen Systems

Das österreichische Pensionssystem krankt daran, dass sich ändernde Rahmenbedingungen, insbesondere die Entwicklung der Geburtenrate und die steigende Lebenserwartung, keine automatische Berücksichtigung finden. Unsere Bevölkerung droht in den nächsten Jahrzehnten stark zu überaltern. Immer weniger aktiv im Berufsleben-Stehende stehen immer mehr Nicht-Erwerbstätigen gegenüber. Zwischen gesetzlichem und tatsächlichem Pensionsantrittsalter klafft eine große Lücke. Die effektive Pensionsbezugsdauer stieg in den letzten vier Jahrzehnten von 14 auf über 21 Jahre. Österreich leistet sich eines der teuersten Pensionssysteme der EU, das jedoch langfristig nicht finanzierbar ist. Deshalb muss rasch gehandelt werden bevor das aktuelle Pensionssystem endgültig kippt. Folgende drei zentrale Forderungen stellen die Jungen SozialpartnerInnen.


1. Forderung: Mehr Junge an den Verhandlungstisch!

Wir fordern gleich viele JugendvertreterInnen wie SeniorenvertreterInnen am Verhandlungstisch der Pensionskommission, entsandt von den Jungen SozialpartnerInnen.


2. Forderung: Angleichung des tatsächlichen Antrittsalters an das gesetzliche Antrittsalter!

Mögliche Instrumente sind Anhebung der Abschläge und die Abschaffung der Hacklerregelung in der momentanen Form.


3. Forderung: Sicherung des Pensionssystems für die Jungen!

Jährliches, zeitraubendes Verhandeln soll durch eine automatische, jährliche Berechnung ersetzt werden, die Objektivität, Nachhaltigkeit und Entpolitisierung ermöglichen wird.


27.07.2010

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