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LJ Voitsberg (VO) errichtet originalgetreuen Turm

In wenigen Tagen ist es soweit: Am 12. Februar 2012 geht im Schwarzl Freizeitzentrum (GU) der 62. Tag der Landjugend über die Bühne! Neben der Präsentation der neuen Arbeitsschwerpunkte und der Verleihung der Goldenen Landjugend-Abzeichen wird das beste Ortsgruppenprojekt der Steiermark mit dem Goldenen Panther ausgezeichnet. 33 Projekte wurden im heurigen Jahr ins Rennen um die begehrte Trophäe geschickt, fünf davon haben es in die Kategorie Silber geschafft.
Diese Woche stellen wir euch jeden Tag eines dieser Projekte vor. Heute: "Kupferstich als Vorlage" der LJ Voitsberg (VO).

Worum ging es bei dem Projekt?

Nach geborener Idee und technischen Abstimmungen mit dem Verein "Licht im Leben", der im Besitz der Burgruine Krems ist, wurde der Bauplan des Turmes von Herrn Ing. Schirgi erstellt und am 9.12.2010 beim Bundesdenkmalamt eingereicht. Die Planung und Konstruktion des Turmes richtete sich nach einem Kupferstich von G.M. Vischer (damaliger Kartograph) aus dem 17. Jahrhundert, nach dem sich auch unser Projektname orientiert. Mitte Dezember begann nun die Konkretisierung/ Planung und Beschaffung aller notwendigen Materialien und Hilfsmittel. Sobald der Schnee die Mauern der Ruine freigegeben hatte, wurde mit den Fundament‐Bauarbeiten begonnen. In 102,75 Stunden wurden die Grundmauern angefertigt, auf diese die Turmkonstruktion stehen sollte. Am 1. April begannen wir unter Anleitung von Herrn Lorenz Gössler die Einzelteile des Turmes vorzufertigen (abbinden). Die Aufstellarbeiten stellten sich als sehr schwierig heraus, da außerhalb der Mauern kein Baugerüst aufgestellt werden konnte. Wir mussten den Turm also aufgrund der ungünstigen Bodenbeschaffenheit von innen aus bauen. Innerhalb von 414 Stunden wurde der Turm inklusive Dachstuhl mit Kaltdach fertiggestellt, sodass wir schon bereits am 16.04.2011 eine Gleichenfeier veranstalten konnten. Zu Gast waren der Verein Licht im Leben mit Herrn OSR Alois Volgger, von der Kleinen Zeitung Herrn Karl Mayer und Herrn Prof. Mag. Dr. phil. Ernst Lasnik (Historiker und Buchautor) sowie alle Mitwirkenden bei den Bauarbeiten. Nun begannen wir mit dem Innenausbau und der Verschalung des Turmes. Parallel dazu wurde das Dach gedeckt, das vom Fassdaubenclub Krems übernommen wurde. Die spezielle Außenschalung des Turmes, welche dem Stil des 16. und 17 Jahrhunderts entspricht, wurde von uns in 334 Stunden angefertigt, sodass die Bauarbeiten Ende August inklusive aller Nebentätigkeiten nach 973 Stunden ihr Ende fanden. Jeder der damaligen 20 Mitglieder hatte seine Aufgabe, sodass auch die Mädchen bei der Versorgung mit Speis und Trank alle Hände voll zu tun hatten. Bei einem Besuch der Lebenshilfe wurde uns erstmalig die Gelegenheit geboten, unseren Turm und die gesamte Burganlage durch eine Führung zu präsentieren. Abschließend ließen wir diesen schönen Tag mit einem gemeinsamen Abendessen in der Gloriette (Speiseraum auf der Burgruine) ausklingen, nachdem wir tatkräftige handwerkliche Unterstützung beim Turmbau erhielten. Diesem Projekt zufolge fand am 20. August das "Burgfest Krems" statt, welches das erste Fest seit über 30 Jahren auf der Burgruine Krems war. Bei diesem Burgfest lernten sich schon damals viele spätere Ehepaare kennen, wie uns von einigen Seiten erzählt wurde. Wir haben unserer Region somit nicht nur ein Stück Geschichte zurückgegeben, sondern auch ein Stück Geschichte für die Zukunft geschrieben.


Was wollte die LJ mit diesem Projekt erreichen / Wozu wurde das Projekt durchgeführt?

Wie zu Beginn schon erwähnt ist die Steigerung der Öffentlichkeitsarbeit im regionalen Umfeld das Hauptziel dieses Projektes. Zudem gehören die Steigerung der Präsenz und der Bekanntheit der Ortsgruppe, sowie die Repräsentation nach außen. Des Weiteren war es uns auch ein Anliegen dem Verein "Licht im Leben", welcher Jugendförderung und Kulturerhaltung begnadet kombiniert, mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln zu unterstützen.


Welche Zielgruppen wurden damit angesprochen?

Der Turm sollte in erster Linie dem Verein "Licht im Leben" dienen, der für Jungschargruppen aus ganz Österreich und über den Grenzen hinaus Abenteuer‐ und Erholungsausflüge organisiert. Ein Teil dieses Freizeitprogrammes ist auch die Burgruine Krems, wobei dieser Turm den Kindern und Jugendlichen als Übernächtigungsstätte zur Verfügung stehen soll. Somit wird den Jungschargruppen eine unvergessliche Übernächtigung auf einer Burgruine ermöglicht. Des Weiteren ist geplant, dass dieser Turm auch für kulturelle Zwecke (Lesungen etc.) benutzt werden soll und wird somit in Zukunft ein wichtiges Bauwerk auf der Burgruine Krems darstellen.



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